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Startseite > Mathematiker > Pascal, Blaise
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Pascal, Blaise1623-1662
Blaise Pascal wurde am 19.6.1623 in Clermont-Ferrand geboren. Sein Vater war Steuerbeamter bei der französischen Regierung. Da der Junge körperlich ziemlich schwächlich war, versuchte der Vater alle Anstrengungen von ihm fern zu halten, auch die Beschäftigung mit Mathematik. Dies konnte er, weil er seinen Sohn und dessen zwei Schwestern nach dem Tode seiner Frau selbst unterrichtete. Pascal interessierte sich jedoch schon in früher Kindheit für Geometrie und entdeckte mit zwölf Jahren ohne Hilfe und Anleitung die Grundlagen der Geometrie, indem er mit Kreide auf dem Fußboden seines Zimmers zeichnete und geometrische Sätze fand.
Als der Vater die mathematische Begabung seines Sohnes erkannte, förderte er ihn auch in dieser Wissenschaft, wie zuvor schon in den traditionellen humanistischen Fächern. So konnte Pascal schon in jungen Jahren erstaunliche Erfolge aufweisen: Mit 18 Jahren baute er die erste Rechenmaschine, um seinem Vater die Arbeit zu erleichtern. Diese Maschine war jedoch sehr störanfällig und erzielte selten das richtige Ergebnis. Die mechanischen Bauteile waren eben noch nicht mit genügender Präzision herzustellen.
Seine größten Verdienste für die Mathematik erwarb Pascal sich, indem er - zusammen mit Fermat - einen neuen Zweig der Mathematik entwickelte, die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Ausgangspunkt waren zwei Fragen des Chevalier de Méré, eines Glücksspielers. Die erste - die Pascal nicht beantwortete, weil sie ihm zu leicht war - lautete: Ist es günstig, bei einer bestimmten Anzahl von Würfen mit je zwei Würfeln darauf zu wetten, dass mindestens eine "Doppelsechs" vorkommt?
Die zweite, aus deren Beantwortung die Wahrscheinlichkeitsrechnung entstand: Wie ist der Einsatz zu verteilen, wenn ein Glücksspiel vorzeitig abgebrochen wird, also niemand gewonnen hat? Natürlich wolle man dabei den bisherigen Verlauf des Spiels berücksichtigen und die Chancen einbeziehen, mit denen der jeweilige Spielteilnehmer hätte gewinnen können.
Pascal verwandte in der brieflichen Diskussion mit Fermat erstmalig das später nach ihm benannte Pascalsche Dreieck zur Lösung kombinatorischer Probleme. (Er hat es also nicht entwickelt!).
Mit 23 Jahren wandte Pascal sich von der Mathematik ab und widmete sich erst physikalischen, dann theologischen und philosophischen Fragen. Erst gegen Ende der 50er-Jahre des 17. Jahrhunderts beschäftigte er sich wieder mit der Mathematik und beteiligte sich an der Entwicklung der Infinitesimalrechnung.
Nach 1659 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand, sodass er nicht mehr regelmäßig arbeiten konnte. Gestorben ist Pascal schließlich am 19.8.1662, also im Alter von nur 39 Jahren.
Für die Bereitstellung der Inhalte bedanken wir uns bei Learnetix.de, der Lerncommunity von Cornelsen.
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